Presseberichte

Pressebericht aus der Oberhessischen Presse:

„Unsere Jungs wissen, dass sie Vorbilder sind“
Fußball: Fairplay-Turnier in Stadtallendorf
von Yanik Schick

Stadtallendorf

Acht Jugendmannschaften kamen aus Hessen verteilt nach Stadtallendorf, um ein besonderes Zeichen für
Fairplay auf dem Fußballplatz zu setzen. Während des Turniers „Fair ist mehr!“ stellten Funktionäre und Spieler den respektvollen Umgang miteinander in den Vordergrund. Vor und nach dem Spiel abklatschen, sich nach einem Foul entschuldigen und dem Gegenspieler wieder auf die Beine helfen – das alles gehörte für die Kicker dazu.
„Nein! Zu Diskriminierung und Gewalt“ hieß das Motto, an dem sich die Teams orientierten. Auf die Idee, ein solches Turnier zu veranstalten, waren Nikol Gröning und Inga Koradin gekommen. Die Söhne beider Frauen spielen selbst in der E-Jugend von Eintracht Stadtallendorf.
„Wir wollen nach außen hin zeigen, dass Fußball Spaß machen und fair sein soll“, erklärte Gröning. Diese Grundsätze
habe sie zuletzt vermisst. „Gerade bei den Spielen der Kleinen wird der Fairplay-Gedanke selten gelebt. Die Kinder
bekommen unglaublich viel Druck von der Seitenlinie.“
Als erstes Team hatte sich die U 11 von Eintracht Frankfurt für das Turnier angemeldet. „Das ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit“, sagte SGE-Trainer Adel Causevic, „wir vertreten die Werte, die hier vermittelt werden sollen, zu 100 Prozent. Auch unsere Jungs wissen, dass sie Vorbilder sind“, so Causevic. Die Frankfurter dominierten dasTurnier letzten Endes nach Belieben. Im Finale bezwangen sieden SV Wehen Wiesbaden mit
5:0. Als bester heimischer Vertreter landete Eintracht Stadtallendorf auf Rang drei.
„Es ist wichtig, dass die Kinder – egal welche Kultur oder welcher Herkunft – gemeinsam auf dem Platz stehen“, betonte Wehen-Wiesbaden-Coach Baki Ergün. Es sei wichtig, sich beim Fußball gegenseitig zu unterstützen. „Und es darf nicht sein, dass solche Sachen verlorengehen. Da müssen wir Trainer den Spielern ein Vorbild sein”.